Über mich

Mein Name ist Johannes, 37 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, und seit meiner Jugend fasziniert von der Frage, wie Geld eigentlich funktioniert. Diese Seite ist mein Versuch, eine Lücke zu schließen, die mich bis heute ärgert: In Deutschland lernt man alles über Gedichtanalysen und Vulkangestein, aber nichts über den Umgang mit dem eigenen Geld.

Der Werdegang: von der Pike auf durch die Finanzwelt

Ich habe den klassischen Weg gemacht: Ausbildung zum Bankkaufmann, ein Abstecher ins Studium, danach Stationen im Konzernrechnungswesen und Finanzcontrolling, mehrere Jahre Unternehmenskäufe und -bewertungen (M&A), später Gesamtverantwortung für Finanzen als CFO. Heute bin ich Unternehmer, Gesellschafter und Geschäftsführer eigener Unternehmen. Seit anderthalb Jahrzehnten lese ich beruflich Bilanzen, bewerte Firmen und baue Finanzpläne.

Damit du das einordnen kannst: Ich schreibe hier nicht als Theoretiker. Die Unternehmen, die ich führe, liegen in der Pflege, in Immobilien und in kaufmännischen Dienstleistungen – Liquiditätsplanung, Jahresabschlüsse und Investitionsentscheidungen gehören zu meinem Tagesgeschäft. Das kannst du im Handelsregister nachprüfen, und was diese Branchen-Nähe für die Inhalte hier bedeutet, steht offen auf der Transparenz-Seite.

Warum ich das erzähle? Weil dieser Lebenslauf eine Lücke hat, die mich bis heute wundert: Keine einzige dieser Stationen hat mir beigebracht, wie ich mein eigenes Geld sinnvoll und planbar anlege. Firmenfinanzen, die beherrschte ich. Aber den privaten Vermögensaufbau musste ich mir selbst erarbeiten, mit allen Umwegen, die dazugehören.

Der Umweg: Trading, Immobilien – und eine Begegnung

Ich habe vieles ausprobiert: Value Investing, Trading, eigene Immobilien, durchaus mit Erfolg. Aber beim Trading störte mich die fehlende Planbarkeit (wer will seine Miete davon abhängig machen, dass die Kurse „laufen"?), bei Immobilien der große Kapitaleinsatz und die Trägheit, nicht umsonst heißt es immobil.

Die Wende kam durch einen Investor, den ich privat kennenlernte: Mitte dreißig, lebte bereits von Mieten, Dividenden und Optionsprämien. Ihn interessierten keine Kursziele, nur die Frage, wie viel Einkommen ein Vermögenswert im Verhältnis zu seinen Kosten produziert. „Income Investing" nannte er das. Es war der entspannteste Ansatz, den ich je gesehen hatte, und vor allem: Er war planbar. Nach unzähligen Gesprächen stellte ich mein erstes Dividenden-Portfolio zusammen. Das war der Anfang.

Von der Strategie zum Familiensystem

Aus der Sieben-Punkte-Liste von damals ist über die Jahre ein komplettes Regelwerk geworden: ein 4-Stufen-Trichter für die Auswahl, harte Klumpen-Deckel mit Prüfformeln, dazu feste Protokolle für den Fall, dass eine Dividende gekürzt wird oder der Markt einbricht. Der Grund für die Härte: Ich habe erlebt, wie teuer Bauchgefühl ist, zuletzt, als unsere fein säuberlich sortierten Finanztitel in Summe 40 % eines Depots ausmachten und keiner es gemerkt hatte, weil jede Schublade für sich im Limit war. Heute investiert unsere ganze Familie nach diesem System, von den Kinderdepots mit 15-€-Raten bis zur Einmalanlage für den Ruhestand – alles öffentlich dokumentiert auf der Portfolio-Seite.

Mein Anspruch: befähigen statt belehren

Diese Seite sagt dir nicht, was du tun sollst, das wäre nicht nur unseriös, es würde das Ziel verfehlen. Ich möchte, dass du deine Finanzen selbst in die Hand nimmst. Deshalb bekommst du hier das komplette Regelwerk, Werkzeuge zum Selbst-Rechnen und unsere offenen Zahlen, aber keine Kauf-Tipps und keine fertigen Antworten. Und wenn du diese Seite eines Tages nicht mehr brauchst, weil du deine eigenen Regeln gefunden hast. Dann hat sie ihren Zweck erfüllt.

Warum du mir (nicht blind) vertrauen solltest

Drei Dinge sollst du wissen. Erstens: Diese Website muss mich nicht ernähren. Deshalb kann sie ehrlich sein. Ich verdiene mein Geld als Unternehmer, nicht mit Klicks. Sollte es hier eines Tages bezahlte Extras geben, wird das an der betreffenden Stelle klar gekennzeichnet – der Kern dieser Website bleibt kostenlos, und meine Meinung steht nicht zum Verkauf. Zweitens: Ich lege selbst an, was ich beschreibe, jede Depotänderung steht mit Datum und Begründung im Änderungs-Log, auch die unbequemen. Drittens: Blind vertrauen sollst du trotzdem niemandem, mir eingeschlossen. Prüfe die Argumente, rechne mit deinen eigenen Zahlen, widersprich mir in den Kommentaren. An der Börse gilt: Put your money where your mouth is, und im Zweifel hat bei uns immer die Regel das letzte Wort, nicht die Meinung des Augenblicks.

So erreichst du mich

Fragen zu einem Beitrag? Am liebsten direkt in die Kommentare unter dem Artikel, davon haben alle Leser etwas, und qualifizierte Kommentare bringen dir Taler. Für alles, was nicht in die Öffentlichkeit gehört – Persönliches, Fehlerhinweise, Presse- oder Arbeitgeber-Anfragen – erreichst du mich unter info@stetiges-einkommen.de. Ich antworte selbst, meist innerhalb weniger Tage. Und wenn du auf den Sonntagsbrief einfach antwortest, landet das ebenfalls direkt bei mir.

Am besten startest du mit den zehn Überzeugungen, die meinen Umgang mit Geld prägen, oder direkt mit dem Strategie-Leitfaden. Schön, dass du da bist.

Johannes

Über mich – Stetiges-Einkommen.de